Villenviertel am Zoo

Als Freizeitpark für die erholungssuchende Bevölkerung bentstand 1881 der Zoologische Garten. Ab 1888 ließen die Archtiekten Rudol Hermanns und Kuno Riemann das angrenzende Gelände erschließen und das repräsentative Villenviertel bauen. Die Straßen sind als Sichtachsen angelegt und verweisen immer wieder auf den Zoo. Unterbrochen werden sie durch Plätze mit verschiedenen geometrischen Grundrissen. Die großzügig ausgestatteten Häuser wurden von Direktoren, Kaufleuten und Fabrikanten mit ihren Familien und dem Personal bewohnt. 

Start: Schwebebahnhof Zoo/Stadion
Ziel:
Schwebebahnhof Varresbecker Straße

Schwierigkeitleicht
Streckeca 1,5 Kilometer, Straße
Dauer0,5 Stunden
Anstiegca. 30 hm
Abstiegca. 30 hm
Startpunkt der Tour
51.24083°N 7.10357°E
Zielpunkt der Tour
51.24640°N 7.10725°E

Wegbeschreibung

Schwebebahnhof Zoo/Stadion (1)
1901, als erst wenige Villen am Zoo fertig waren, nahm die Schwebebahn zwischen Vohwinkel und Elberfeld ihren Betrieb auf. Das Villenviertel, geplant von den Architekten Kuno Riemann und Rudolf Hermanns, entstand seit den 1890er Jahren. Die verkehrsgünstige Lage machte das Gelände zum attraktiven Baugrund. 

Stadion am Zoo (2)
Das 1924 errichtete und seit 1983 denkmalgeschützte Stadion war das einzige, das neben Fußballplatz und Laufbahn über eine Radrennbahn verfügte. Von der ursprünglichen Anlage blieben die Eingangsbauten, die Tribünenwand entlang der Sonnborner Straße sowie ein Teilstück der Radrennbahn erhalten.

Restaurationsgebäude des Zoologischen Gartens (3)
Das von Rudolf Hermanns und Kuno Riemann entworfene Gebäude entstand in mehreren Bauabschnitten zwischen 1881 und 1891. Es bot bis zu 2000 Personen Platz, war einer der wichtigsten Festsäle der Stadt und in den ersten Jahren die eigentliche Hauptattraktion des Zoologischen Gartens.

Villa Grüneck (4)
Das Wohnhaus des Architekten Kuno Riemann an der Gabelung Herthastraße und Selmaweg war 1895 das erste fertiggestellte Wohngebäude des Zooviertels. Von hier bot sich ein freier Blick über das Zoogelände. Hinter dem Haus entstand ein großzügiger Freizeit- und Nutzgarten.

Sichtachse (5)
Die Walkürenallee, seinerzeit Siegesallee genannt, war von den Architekten des Viertels Rudolf Hermanns und Kuno Riemann als zentrale Sichtachse zwischen Zoo und Bahnhof Zoo an der Eisenbahnlinie nach Düsseldorf angelegt worden. Diesen Weg nahmen vor dem Bau der Schwebebahn fast alle Besucher des Zoos. In Ermangelung einer Straßenbeleuchtung wurde die Allee bei abendlichen Festveranstaltungen im Zoo-Restaurant mit Laternen hell erleuchtet.

Bahnhof Zoologischer Garten (6)
Mit Einrichtung des Zoos und Planung des Villenviertels wurde die Anlage eines Bahnhofs an der seit 1841 fertigen Eisenbahnstrecke notwendig. Das ländlich wirkende Empfangsgebäude verlor Mitte der 1970er Jahre seine Funktion. 1989 wurde es im alten Stil restauriert und seither gastronomisch genutzt.

Firma Bayer (7)
1863 gründeten Friedrich Bayer und Friedrich Weskott in Heckinghausen eine Fabrik für Chemiefarben, die sie 1867 in den Westen Elberfelds verlagerten. Seit bei Bayer 1891 ein wissenschaftliches Hauptlabor Forschung mit Teerprodukten betrieb, entwickelte sich Elberfeld zum Pionierstandort der Pharmaforschung.

Schwebebahnstation Varresbecker Straße (8)
Am Fuß der Tiergartentreppe liegt der Schwebebahnhof Varresbeck. Hier konnte man 1899 auf der Probestrecke zwischen Varresbeck und Zoo in die Luft gehen.

 

 

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