Stationen in Laaken und Dahlhausen

Schlieper & Baum / Vorwerk (31)
Die größte Textildruckerei des Wuppertales lagerte 1853 ihre Bleicherei und Färberei nach Laaken aus. Hier gab es, anders als in der Stadt, noch das für die Produktion benötigte saubere Wasser. Für die 1130 Mitarbeiter entstand eine ganze Ortschaft mit Wohnungen und Versorgungseinrichtungen. 1963 übernahm die Vorwerk & Co KG die Anlage und richtete hier die Produktion der Elektrogeräte, wie dem seit 1929 produzierten, weltberühmten "Kobold"- Staubsauger, ein.

Papierfabrik Erfurt (32)
Die weltweit für ihre Raufaser-Tapeten bekannte Firma ist seit 1827 an der Wupper ansässig. Zunächst wurde das Papier in reiner Handarbeit geschöpft. Die erste Maschine zur Papierherstellung kam 1844 zum Einsatz. Ab 1858 übernahm eine Dampfmaschine den Antrieb der Maschinen.

WGF Colcoton (33)
Die Garnbleicherei und Färberei ist das letzte große Textilunternehmen am ehemals bedeutenden Textilstandort Beyenburg. 1898 in Barmen gegründet, ist die Firma seit 1974 am Wupperstollen 2 ansässig. Das durch den Stollen entstandene Gefälle von 6 Metern wird seit 1889 zum Antrieb von Textilmaschinen genutzt.

Werkstätten der Heimweber (34)
Die Herstellung von Textilien in Heimarbeit war einer der Grundpfeiler der Textilindustrie im Wuppertal und bis Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitet. Die Heimweber, hier bekannter unter dem Begriff "Hausbandwirker", betrieben ihren Webstuhl in der eigenen Wohnung oder einem kleinen Anbau am Haus.

Textilstadt Wülfing (35)
Von 1836 bis 1996 wurden hier hochwertige Anzugstoffe gefertigt. Heute zeigt das Wülfing-Museum alle Produktionsschritte der Textilfertigung und die größte Dampfmaschine des Bergischen Landes. Sehenswert ist auch der um die Industrieanlagen entstandene Ort Dahlerau.

Schürmann & Schröder (36)
Die 1641 gegründete Lenneper Firma errichtete 1812 eine Tuchfabrik in Dahlhausen. Von 1831 bis 1991 produzierte man im benachbarten Vogelsmühle. Die meisten Gebäude wurden um 1900 von den bekannten Architekten Albert Schmidt aus Lennep und Julius Thomas aus Neuss entworfen.

Hardt, Pocorny & Co. (37)
1812 ließen sich die Tuchfabriken Bauendahl und Schürman & Schröder in Dahlhausen an der Wupper nieder. 1866 übernahm die Lennneper Textilfabrikanten-Familie Hardt die Fabrik und errichtete unter der Leitung von Theodor Pocorny eine Streichgarnspinnerei, die bis 1974 produzierte.

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