Arbeiter und Fabrikanten

Der Rundgang über die Friedrich-Ebert-Straße und den Arrenberg zeigt, wo sich die Welten trennten. Auf der Königstraße, heute Friedrich-Ebert-Straße, siedelten sich nach 1840 bedeutende Betriebe an. An der Prachtstraße reihten sich repräsentative Farikantenvillen auf. Am Arrenberg, auf der südlichen Seite der Wupper, lagen hinter Fabriken und Färbereien die engen Wohnquartiere der Arbeitfamilien, aber auch vorbildliche soziale Einrichtungen. 

Start und Ziel: Schwebebahnhof Pestalozzistraße

Schwierigkeitleicht
Streckeca 2,5 Kilometer, Straße
Dauer1 Stunde
Anstiegca. 20 hm
Abstiegca. 20 hm
Startpunkt der Tour
51.24849°N 7.12572°E
Zielpunkt der Tour
51.24849°N 7.12572°E

Wegbeschreibung

Schwebebahnstation Pestalozzistraße (1)
Die Station liegt mitten im ersten Elberfelder Industriegebiet außerhalb des Zentrums. Auf der nördlichen Wupperseite entstanden an einer Prachtstraße (heute: Friedrich-Ebert-Straße) bedeutende Elberfelder Firmen und Fabrikantenvillen. Südlich der Wupper, auf dem Arrenberg, lagen Fabriken und Arbeiterquartiere.

Kaiserin Augusta Stift (2)
Die Stiftung der Stadt Elberfeld entstand zwischen 1891 und 1895 an der Sedanstraße (heute: Gutenbergstraße 57). Alte, alleinstehende Frauen aus Arbeiterkreisen fanden hier Unterkunft, Verpflegung und Versorgung. Das repräsentative Haus war mit separaten Zimmern und Garten eine vorbildliche Einrichtung.

Helios Klinikum Wuppertal (3)
Das 1863 eröffnete "Kranken- und Irrenhaus" am Arrenberg gehörte zu den ältesten kommunalen Krankenhäusern in Preußen. Die in den Folgejahren ständig erweiterte und später nach dem in Barmen geborenen Chirurg Ferdinand Sauerbruch benannte Klinik, ist heute einer von zwei  Standorten des Helios-Klinikums Wuppertal.

Firma Ferdinand Esser & Co. (4)
Das 1857 gegründete Unternehmen zog 1871 an die Königstraße (Heute: Friedrich-Ebert-Straße) und entwickelte sich zum bedeutendsten Exporthaus für Eisen- und Stahlerzeugnisse im Wuppertal mit weltweiten Handelsbeziehungen. Das erste Geschäftshaus und weitere Fabrikgebäude blieben bis heute erhalten.

Wohnhaus Friedrich Bayer Junior (5)
Um 1889 erwarb Friedrich Bayer junior, Nachfolger einer der Firmengründer der Textil-Farbenfabrik Bayer, zwei bürgerliche Wohnhäuser an der Königstraße 146/148. Die Familie präsentierte ihren Reichtum und Einfluss allerdings nicht zur Straße hin, sondern errichtete einen schlossähnlichen Anbau mit Parkanlage. Von vorn wirkte die Remise (1907) auf der gegenüber liegenden Straßenseite in Bergischer Bauweise fast prächtiger (6).

Fuhrgeschäft Mörth (7)
In dem 1897 errichteten Gebäude an der Königstraße betrieb Emil Mörth sein Fuhrgeschäft. Im "englischen Stall" parkten unten die Wagen, während man über eine Rampe zu den Pferdeboxen der oberen zwei Etagen gelangte. In den 1920er Jahren entstand hier eine der ersten Großgaragen mit Tankstelle.

Brauerei Küpper / Weinhandlung Himmelmann-Pothmann (8)
1845 errichtete Johann C. Küpper an der Königstraße eine Brauerei. Die in den Fels hineingebauten Lagerkeller wurden bald durch ein mächtiges Kühlgebäude ergänzt. Nach der Fusion mit der Wicküler-Brauerei und dem Umzug nach Unterbarmen übernahm die große Weinhandlung Himmelmann-Pothmann das Gebäude.

 

 

 

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