Stationen in Barmen

Historisches Zentrum Wuppertal (17)
Das 1775 für den Manufakturinhaber J. C. Engels errichtete "Engels-Haus" zeigt heute eine Ausstellung zum Leben und Werk seines berühmten Enkels Friedrich Engels (1820 - 1895). 1880 entstand das benachbarte Bandfabrikgebäude, in dem sich seit 1983 das Museum für Frühindustrialisierung befindet. Die Museen bilden das Historische Zentrum Wuppertal.

Bandwirkermuseum Ronsdorf (18)
In der einstigen preußischen Bandwirkerschule richtete der "Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein" 1989 das Bandwirkermuseum ein. Hier ist unter anderem die Entwicklung von der handgetriebenen Bandmühle über den elektrisch betriebenen Jacquard-Webstuhl bis zum modernen Nadelautomaten zu sehen.
Remscheider Straße 50

Ausbildungszentrum der rheinischen Textilindustrie e.V. (19)
Hier werden angehende Textilmaschinenführer der Fachrichtungen "Weberei/Bandweberei" oder "Veredelung" (eine Weiterentwicklung der Berufe der Bleicher, Färber und Drucker) im ersten Ausbildungsjahr unterrichtet. Ebenso finden Weiterbildungslehrgänge statt.
Gewerbeschulstraße 34

Vorwerk & Co. KG (20)
Die um 1890 mit der "Besenborde" (haltbarer Schutz für Rockkanten, die über den Boden schleifen) sehr erfolgreiche Bandweberei produzierte 1915 weltweit erstmalig Reißverschlüsse, ab 1919 unter anderem Isolierbänder, Pflaster und Autoreifen. Heute entwickelt die "Vorwerk Autotec" Gummiartikel für die Autoindustrie. Die Konzernzentrale befindet sich noch heute am Mühlenweg 25.

Vorwerk & Sohn (21)
Die "Fabrik in leinen, wollen und baumwollen Band" wurde 1827 gegründet. 1870 gelang es Carl und Adolf Vorwerk Bandstühle mechanisch anzutreiben. Seit 1887 entstand die Fabrik am Kleinen Werth 34, von der heute nur das Torgebäude von 1912 erhalten ist. Es war bis 1967 Zentrale der textilen Abteilung.
Kleiner Werth 34

Barthels-Feldhoff GmbH & Co. KG (22)
Die 1829 gegründete Firma beschäftigte in den 1920er Jahren bereits 800 Mitarbeiter. Heute liefert der inzwischen größte Hersteller von Schnürriemen in Europa sein Sortiment von ca. 600 Schuhsenkeln in 20 Staaten, entwickelt Verbundfaserstoffe und stellt Bauteile für High-Tech-Produkte her.
Elsa Brändström-Straße 9-11

Dungs & Co. (23)
Die 1924 errichtete Strangfärberei und Bleicherei gehörte zu den modernsten ihrer Zeit. Im "Turm" befanden sich übereinander: Farbenlager und Brunnen, Labor und Verwaltung, Pack- und Trockenraum und ein Wasserbassin, nebenan die Färbehalle. Heute hat sich ein Begegnungszentrum in dem Gebäude angesiedelt.
Stennert 8

Emil Flüs GmbH (24)
Das 1906 entstandene Fabrikgebäude gilt als herausragendes Beispiel für Jugendstil-Architektur in Wuppertal. In drei Schichten stellten hier rund  50 Arbeiterinnen Schnür- und Korsettriemen, Zacken- und Gummilitzen, Klöppelspitzen und Schläuche her. Bis 1947 wurden die Riementische mit Dampfkraft betrieben.
Kreuzstraße 46

W. Schüller & Sohn GmbH (25)
1902 entstand der repräsentative Sitz der 1824 gegründeten Firma.  Aus der Mietfabrik, in der vormalige Heimarbeiter mechanisch betriebene Bandwebstühle mieten konnten, entstand später ein großer Textilbetrieb mit 250 Mitarbeitern. Bis heute werden Jacquardbänder produziert und in alle Welt exportiert.
Wiescher Straße 15/Königsberger Straße 32-34

Gebr. Mardey & Co (26)
In dem 1898 von B. Mardey als Mietfabrik mit 27 Bandwebstühlen errichteten Gebäude gründeten seine vier Söhne 1923 die Bandfabrik “Gebr. Mardey & Co”, die bis 1990 produzierte. Vor einigen Jahren zog die Bänderei Kafka in das Gebäude ein, sie ist inzwischen jedoch umgezogen.

Carl Kettler Bandfabrik (27)
In dem 1899 errichteten Fabrikgebäude befand sich bis 1969 die "Lohnbandweberei" des Carl Kettler. An 16 Bandstühlen arbeiteten rund 10 Weber. Die Arbeitsplätze wurden auch an ehemalige Hausweber, die "Aussenband-Weber" vermietet. Heute nutzt das "Kulturzentrum am Rand" das Gebäude.
Schwelmer Straße 133

Heckinghauser Brücke (28)
Die 1775 erbaute Brücke stand an der Grenze zwischen Grafschaft Mark und Herzogtum Berg. Im Zollhaus von 1787 wurden die Waren kontrolliert und verzollt. Seit 1738 hatten Elberfelder und Barmer Leinenweber das Zunftprivileg. Sie erhoben Zölle auf die billigeren Webwaren aus Schwelm und Langerfeld.

Membrana GmbH (29)
Das seit 1865 an der Öhder Straße 8-28 ansässige Werk der J.P. Bemberg AG ist eine Keimzelle der deutschen Chemiefaserindustrie. 1897 gelang es Baumwolle in Kupfersalz, Ammoniak und Wasser zu lösen und daraus einen endlosen, glatten Faden zu spritzen, der sich von echter Seide kaum unterschied. Auf der Basis dieses Verfahrens wurde ab 1901 Kupferkunstseide hergestellt. In den 1920er Jahren waren die "Bemberg-Strümpfe" weltbekannt. Heute ist die aus der J.P. Bemberg AG hervorgegangene Membrana GmbH eines der weltweit führenden Unternehmen der Membranenproduktion.

Bleicherhaus Tönnies / Emil Kikuth (30)
Die Ursprünge der Textilindustrie in Wuppertal liegen in der Bleicherei.  Ab 1800 reduzierte sich der dreimonatige Bleichvorgang durch chemische Verfahren auf wenige Stunden Fabrikarbeit. 1881 gründete Emil Kikuth in seinem Bleicherhaus eine Fabrik für Kordeln, Litzen und gummielastische Bänder. 1807 wurde das vornehme Bürgerhaus, 1907 das Fabrikgebäude errichtet.
Öhder Straße 47-51

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