Bandweberei Kafka

Die Webstühle rattern bis heute

Als "Königin der Webtechnik" bezeichnete man die Jacquardweberei. Noch heute wird in der Bandweberei Kafka nach tradierten Verfahren gearbeitet. Unermüdlich rattern und knattern 25 liebevoll gepflegte Jacquard-Webstühle. Sie produzieren hochwertige Bänder mit ausgefallenen Mustern und gewebte Etiketten in allen Variationen. Echte Raritäten, bei Designern, Konfektionären, Museen und Privatkunden in aller Welt begehrt.

In einem bergischen Haus von 1887 wird heute die ganze „Bandbreite“ an kostbaren Jacquard-Bändern gezeigt, etwa 150 Variationen in 400 Farben. Hier kann man einfach schnuppern oder auch etwas Schönes erwerben. Gleich nebenan, in einer denkmalgeschützten Fabrikhalle, rattern die Webstühle wie in vergangener Zeit. Dazu gibt es Informationen, Geschichte und Geschichten rund um die Bandweberei.

Erfinderisch durch veränderte Zeiten

Hervorgegangen ist die Bänderei Kafka aus einer Weberei in Wuppertal-Langerfeld, die Bernhard Mardey 1898 als „Mietfabrik“ gründete. Viele Jahre arbeitete das Unternehmen mit Erfolg, doch vor rund 30 Jahren stand es vor dem Aus: Die Produktionstechnik war nicht mehr effizient genug.

Gerettet wurde die Bandweberei 1991 von der Textildesignerin und Textilingenieurin Frauke Kafka: Kreative Ideen, hochwertige Produktion und Industriekultur zum Anfassen – sie führte alles zusammen. Ein lebendiges Museum entstand.

Bis heute ist die Bänderei immer noch ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das seine Türen regelmäßig für Besucherinnen und Besucher öffnet.

Suche