Malerisches Unterburg

Im Mittelalter war "Burg an der Wupper" die Hauptstadt des Bergischen Landes. Von hier aus regierten die Grafen von Berg ihr kleines Reich. Noch heute thront hoch über der Wupper das Schloss, in Unterburg schmiegen sich alte bergische Fachwerkhäuser eng in winkelige Gassen. Cafés und Restaurants laden zur Einkehr ein.

So malerisch das Örtchen auch heute wirkt, gab es auch hier im Tal eine Reihe typischer Industriebbetriebe, darunter eine Eisengießerei, eine Maschinenfabrik, eine Wollspinnerei und verschiedene Schleifereien.

Als Kuriosität gilt die Drehscheibe Unterburg: Das enge Tal der Wupper ließ an der ehemaligen Obus-Endhaltestelle keinen Platz für Wendemanöver. Deshalb wurden die Fahrzeuge bis 2009 auf der Drehscheibe in 45 Sekunden ferngesteuert gedreht. Für Sonderfahrten des Obus-Museums Solingen soll die Anlage erhalten bleiben. 

Seit 1952 verbindet die Seilbahn Unterburg mit dem Grafenschloss oben auf dem Berg. Rund 200.000 Fahrgäste nutzen in jedem Jahr die bequeme Verbindung. Die Talstation befindet sich am Wupperufer naher der Bushaltestelle „Burg Seilbahn“. Weniger üppig, aber auch sehr lecker ist die abgespeckte Variante der kompletten Kaffeetafel: Bergische Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne.

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