Stadt der Tuchmacher

Die Altstadt von Lennep ist bergisches Idyll pur: gepflasterte Gassen, romantische Plätze, winkelige Fachwerkhäuser mit schwarzem Schiefer, Schlagläden in leuchtendem Grün, strahlend weißen Tür- und Fensterrahmen. Der nahezu kreisrunde Grundriss ist unverändert mittelalterlich, die Häuser sind denkmalgeschützt.

Doch wo wir heute Idylle sehen, ging es schon früh ums harte Geschäft: Begünstigt durch die Lage an der frühmittelalterlichen Handelsstraße von Köln über Dortmund zur Ostsee entwickelte sich in Lennep ein lebendiger Kaufmannsstandort. Noch im 13. Jahrhundert trat die Stadt der Hanse bei. Berühmt wurde sie vor allem durch die Tuchweberei, die seit 1571 durch ein Privileg des Landesherren besondere Förderung genoss. 

Unten im Tal an der Wupper entstanden die Fabriken. Dort wurde mit Wasserkraft produziert. Die Kontore und Wohnhäuser der Fabrikanten blieben im Ort. Zahlreiche Stationen in der Altstadt erzählen noch heute von Kaufleuten, Erfindern, Fabrikanten und Arbeitern. „Spurensuche Tuchmacherstadt“ heißt die Route, mit der sie heute zu entdecken sind. 

Mitten in der Altstadt: Die Klosterkirche. Hier zeigt sich, was der erfinderische Geist aus einer Kirche machen kann, die kein Gotteshaus mehr ist. Viele Jahre diente sie als Produktionsstätte und Weberei, heute finden hier Kulturveranstaltungen statt. Kulinarische Spezialitäten bietet das Restaurant.

Remscheid Lennep

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