Arbeit und Gebet

Die Allee, die hier als erste befestigte Straße zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt wurde, war eine "Prachtstraße". Auf den Wiesen entlang der Wupper, die seit dem Mittelalter als Bleichwiesen genutzt wurden, entstanden Bürgerhäuser, Kirchen und ersten Fabriken der Textil- und Werkzeugindustrie. 

Start: Schwebebahnhof Völklinger Straße
Ziel: Schwebebahnhof Loher Brücke

Schwierigkeitleicht
Streckeca 2,8 Kilometer, Straße
Dauer1 Stunde
Anstiegca. 30 hm
Abstiegca. 30 hm
Startpunkt der Tour
51.26236°N 7.17386°E
Zielpunkt der Tour
51.26712°N 7.18106°E

Wegbeschreibung

Schwebebahnstation Völklinger Straße (1)
Die 1903 errichtete Schwebebahnstation im Herzen Unterbarmens liegt im Umfeld der "Allee". Entlang dieser ehemaligen Prachtstraße erstreckt sich ein einzigartiges Industrieareal: Fabriken, Bürgerhäuser und Arbeiterquartiere entstanden auf den seit dem Mittelalter zur Garnbleiche genutzten Wupperwiesen.

Lohnend ist der etwas längere Abstecher zum Friedhof Unterbarmen. Man überquert die Friedrich-Engels-Allee und geht dann nach rechts bis zur Oberbergischen Straße. Diese führt als Treppe über die Gleise und weiter bis zur Straße „Am Unterbarmer Friedhof“.

Friedhof Unterbarmen (2)
Der 1822 eingeweihte Friedhof ist einer der größten Wuppertals. Der älteste, untere Teil spiegelt das schlichte, streng kalvinistische Selbstverständnis der ersten Fabrikantengeneration wider, die dahinterliegenden, aufwendig gestalteten Gräber das Repräsentationsbedürfnis der nächsten Unternehmergeneration.

Kornmühle (3)
Im heutigen Restaurant ist noch das Wasserrad der ehemaligen Mühle mit einem Durchmesser von sieben Metern zu sehen. Die erste Mühle auf der künstlichen Insel (Bollwerk) wurde 1682 erwähnt. 1838 errichtete man hier eine Farbmühle, die 1846 schließlich zur Kornmühle umgebaut wurde.

Unterbarmer Hauptkirche (4)
1822 gründeten Reformierte und Lutheraner in Unterbarmen die erste Vereinigt-Evangelische Kirche im Wuppertal. 1827 beauftragte man den Frankfurter Dombaumeister und Architekten H. Hübsch mit dem Bau der Kirche, die 1832 eingeweiht, 1943 im Krieg zerstört und 1952 wieder aufgebaut wurde.

Julius Köbner Kapelle (5)
Seit 1856 steht an der Wartburgstraße die Kapelle der Wuppertaler Baptistengemeinde. Der Gemeindegründer Julius Köbner, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, lebte von 1852-1865 und von 1879-1883 im Wuppertal. Den Kapellenbau finanzierte er mit Spenden, die er bei Gemeinden in den USA sammelte.

Halbinsel Korzert (6)
Korzert hieß die Halbinsel am Loh zwischen Wupper und dem alten Mühlengraben. Neben Zulieferbetrieben für den Fahrzeugbau befanden sich hier wichtige Maschinenfabriken. 

 

 

 

 

 

Search