Stationen in Elberfeld

Herminghaus & Co (1)
1869 schloßen sich die Firmen Grafe & Neviand und Herminghaus & Co. zusammen. Sie stellten “Zanella” her, einen in England entwickelten feinen Futterstoff aus Wolle und Baumwolle. Der Artikel war so gefragt, dass bald neue Tochterwerke in Vohwinkel und Böhmen entstanden. Das Fabrikensemble ist Baudenkmal der Stadt Wuppertal.
Friedrich-Ebert-Straße 153

Acordis AG (2)
Aus der ab 1901 in Elberfeld ansässigen “Glanzstoff AG” entstand im Zusammenschluss mit “J.P. Bemberg” und der “Kunstseide AG” ein international bedeutender Konzern. Mit dem Bau des “Glanzstoffhauses” 1954-58 entstand das “Textiltechnische Institut” (TTI) als Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Kasinostraße 19-23

Industrie- und Handelkammer / Verbändehaus (3)
Das Gebäude im sachlichen Stil der 1920er Jahre bezogen die “Industrie- und Handelskammer” sowie regionale und bundesweite Branchen- und Fachverbände. Die Gründung wirtschaftlicher Interessenverbände hatte Tradition in Wuppertal, das als “Hauptstadt” der deutschen Textilindustrie galt.
Heinrich-Kamp-Platz 2/Alexenderstraße 18

Gold-Zack Werke AG (4)
1934 erhielt die 1894 gegründete Firma “Cosmann-Villbrandt & Zehnder das Patent für den hochwertigen Gummifaden “Lactron”. Der im Zick-Zack eingewobene Goldfaden wurde zum berühmten Markenzeichen. 1965 verließ das in “Gold-Zack” umbenannte Unternehmen das 1910 errichtete Fabrikgebäude.
Wiesenstraße 118

Magma Design (5)
In der Remise der ehemaligen Kordel- und Litzenfabrik Otto & Albert Rübel betreibt der Wollstoffmacher und Diplom-Designer Wolrad Specht eine “Manufaktur” zur Herstellung von Teppichobjekten. Die mit zeitgenössischen Künstlern gemeinsam gestalteten Teppiche erlangten internationales Renommee.
Wiesenstraße 90

Wilhelm Hebebrand GmbH (6)
Die 1881 gegründete Zwirnerei entwickelte sich glänzend. Schon 1888 entstand das repräsentative Fabrikgebäude. Nach 1945 übernahm der Strickgarnproduzent "MEZ-AG" die Zwirnerei und unterhielt hier bis in die 1990er Jahre eine Handelsniederlassung. Heute nutzen diverse Bildungsträger das Haus.
Uellendahler Straße 29

Frowein & Co GmbH (7)
Das repräsentative Fabrikgebäude der 1763 gegründeten Firma entstand 1899. In der Webhalle hinter dem Vorderhaus betrieb man hunderte mechanischer Webstühle in drei Arbeitsschichten. Bis zum Umzug der Firma 1972, wurden hier Seidenbänder, Futter-, Deko-, und Kleiderstoffe produziert.
Uellendahler Straße 70/72

Arthur Huppertsberg (8)
Das 1907 als Steindruckerei errichtete Gebäude wurde 1913 von der Firma Huppertsberg übernommen. Einst produzierten hier 600 Frauen Schnürsenkel und Korsettriemen. Heute wird das Gebäude von Kultur- und Medienbetrieben genutzt. Exponate im Eingangsbereich erinnern an die alte Riemendreherei.
Hagenauer Straße 30

Höhere Webeschule Elberfeld (9)
Die 1845 gegründete Fachschule gehörte zu den ersten technischen Bildungsanstalten des Rheinlandes. Fabrikantensöhne und Betriebsleiter wurden in textiltechnische Verfahren und Neuentwicklungen eingeführt. 1868 nahm die Textilschule in Barmen ihren Platz ein.
Döppersberg 19

Kolkmannhaus / Hofaue (10)
Das ehemalige "Lohmannhaus" war ein typisches Textilwarenhaus. Vorn befanden sich Manufakturwaren-, Kurzwaren- und Stoffhandlungen, im hinteren Teil wurde geschneidert und gewebt. 1950 erwarb der Spitzenfabrikant Otto Kolkmann das Gebäude, in dem sich heute ein kulturelles Gründerzentrum befindet.
Hofaue 51-55

Textilhaus (11)
Im 1898 - 1906 erbauten "Textilhaus" war bis 1916 die 1824 gegründete Färberei Schlösser und Sohn ansässig. 1922 wurden die Färbehallen zu Ladenpassagen umgebaut, in denen ca. 30 Textilfirmen ihre Geschäfte eröffneten. In der obersten Etage saß die "Verkaufsvereinigung deutscher Modehäuser".
Hofaue 25/Bembergstraße 17

Flechterei Gebr. Bockmühl (12)
Johann Heinrich Bockmühl erfand um 1760 eine wasserbetriebene Spinn- und Flechtmaschine. Mit seinem Bruder gründete er 1769 im Wupperbogen der Hofaue die erste Textilfabrik des Wuppertals, die ab 1828 als Seidenfärberei und Stoffdruckerei "Gebr. Bockmühl, Schlieper" firmierte.
Hofaue

SHAPE 3 (13)
Die "Shape 3 Innovative Textiltechnik GmbH" ist ein junges Unternehmen, das ein neuartiges, weltweit patentiertes 3D-Webverfahren entwickelt hat. Der Eigentümer, Prof. Dr.-Ing. Alexander Büsgen, nutzt hierfür das historische Firmengelände der 1874 gegründeten Band- und Litzenfabrik Wilhelm Büsgen.
Friedrich-Engels-Allee 161

Rheinische Möbelstoff-Weberei AG (14)
Die 1882 gegründete, zeitweise größte Möbelstoff- und Teppichweberei in Elberfeld-Barmen, hatte ihren Sitz zunächst in der Hünefeldstraße. 1926/27 entstand das Verwaltungsgebäude an der Gronaustraße 12. Heute nutzt die Fa. AMOHR einen Teil des Werksgeländes für die Herstellung technischer Bänder.
Gronaustraße 12

Wohnhaus Enters (15)
In dem Bruchsteinhaus aus dem 17. Jahrhundert lebte der Heimweber Carl Wilhelm Enters mit seiner elfköpfigen Familie um 1850 in ärmlichsten Verhältnissen in zwei Dachzimmern. Hinter dem Haus lag ein Garten zur Selbstversorgung. Die Familie arbeitete am Jacquard-Webstuhl für Elberfelder Textilfirmen. Ein Sohn der Familie hielt seine Erinnerung an die Kindheit in einem Brief fest. Sie dienten später im Schulunterricht zur Veranschaulichung des Lebens im frühindustriellen Wuppertal.
Im Böckmannsbusch 31

Gebr. Rittershaus (16)
Die 1826 gegründete Riemendreherei  Gebr. Rittershaus bezog 1851 Wohnhaus und Fabrikgebäude an der "Allee". 1919 ging das Firmengelände in den Besitz der benachbarten Textilmaschinenfabrik "Rittershaus" über.

Historisches Zentrum Wuppertal (17)
Das 1775 für den Manufakturinhaber J. C. Engels errichtete "Engels-Haus" zeigt heute eine Ausstellung zum Leben und Werk seines berühmten Enkels Friedrich Engels (1820 - 1895). 1880 entstand das benachbarte Bandfabrikgebäude, in dem sich seit 1983 das Museum für Frühindustrialisierung befindet. Die Museen bilden das Historische Zentrum Wuppertal.

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