Wupper-Talsperre

Ortschaften, Fabriken, eine Kapelle und ein Teil der Eisenbahnlinie von Lennep nach Radevormwald mussten dem Bau der Wupper-Talsperre weichen. Rund fünf Jahre wurde gearbeitet, 1987 war es soweit: Dort, wo sich früher die Wupper durch das Tal schlängelte, entstand ein 227 Hektar großer See. Sie wurde aufgestaut,um vor Hochwasser zu schützen und in Trockenperioden den Wasserstand zu erhöhen. Mit dem abfließenden Wasser wird zudem Strom erzeugt.

Der 320 Meter lange Abschlussdamm der Talsperre wurde im Örtchen Krebsöge erbaut, das fast komplett verschwand. Auch der Bahnhof, zu seinen besten Zeiten bedeutender Eisenbahnknotenpunkt, musste weichen. Insgesamt fünf Vorsperren erfüllen neben wasserwirtschaftlichen auch ökologische Aufgaben: Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Heute ist die Wupper-Talsperre vor allem ein großartiges Freizeitparadies in wunderschöner Natur: Wanderwege säumen ihre Ufer – baden, sonnen, bootfahren, kanuwandern, tauchen – vieles ist möglich und erlaubt. Unter Wasser ist noch zu erkennen, wie es im Tal einmal aussah. Alte Wehre, Fabrikmauern, verschüttete Brückenbögen, steile Abhänge sind gut zu sehen. Ein altes Viadukt kann heute durchtaucht werden. Die Gebäude der Ortschaften jedoch, die in der Talsperre versanken, wurden abgerissen. Zentrum der Aktivitäten am und im Wasser ist die Wassersport und Freizeitanlage Kräwinklerbrücke.

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