Deutsches Werkzeugmuseum

Erfinderisch: Mit Werkzeug zum Erfolg

Vom Faustkeil der Steinzeit bis zum Hi-Tech-Gerät im Computerzeitalter: Das Deutsche Werkzeugmuseum zeigt, was Menschen erfunden und entwickelt haben. Dabei ist es kein Zufall, dass das Museum in Remscheid zu finden ist: Die Stadt ist seit Jahrhunderten bedeutendes Zentrum der Werkzeugindustrie und Heimat vieler Erfinder und Tüftler. Viele Produkte wurden  von hier in die ganze Welt exportiert und machten Remscheid berühmt.

Einmal Werkzeugmacher sein

Gewaltig ist der Lärm, wenn sich die riesige Dampfmaschine im Deutschen Werkzeugmuseum in Bewegung setzt. Sie markiert einen wesentlichen Fortschritt in der Entwicklung der Remscheider Werkzeugindustrie: Wurde zunächst in den Tälern mit Hilfe der Wasserkraft gearbeitet, stand ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine ortsunabhängige Energiequelle zur Verfügung und sorgte für weiteren Fortschritt.

Doch auch sonst gibt es viel zu entdecken und im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen: An mehreren Stationen kann man sich als Werkzeugmacher versuchen oder originale Werkzeuge ausprobieren.

Wie die Kaufleute lebten

Wie die Kaufleute lebten, die schon damals international in Sachen Werkzeughandel unterwegs waren, zeigt das benachbarte Haus Cleff. Es wurde 1778/1779 im Stil des bergischen Rokoko errichtet. 

Wegen Sanierungsarbeiten ist Haus Cleff zurzeit geschlossen.

 

Am Anfang war die Wasserkraft

Wie alles mit der Wasserkraft begann, kann man im Steffenshammer erkunden. Der historische Schmiedekotten liegt im Gelpetal, rund 15 Gehminuten vom Deutschen Werkzeugmuseum entfernt. In den Sommermonaten dreht sich das alte Wasserrad regelmäßig, dann wird hier geschmiedet.

Die Trasse des Werkzeugs

Nur wenige Gehminuten vom Deutschen Werkzeugmuseum entfernt beginnt die Trasse des Werkzeugs. Sie macht Industriekultur aus der Eisenbahnperspektive erlebbar, informiert über Firmen und ihre Produkte.

Die Wurzeln der Remscheider Werkzeugindustrie lagen an den Bächen im Tal. Mit  Hilfe der Wasserkraft wurde dort hochwertiger Stahl geschmiedet und bearbeitet. Von dieser Energiequelle wurde man mit der Erfindung der Dampfmaschine 1850 unabhängig. Die Industrieunternehmen expandierten nun auf den Höhen und legten sich wie ein Gürtel um die Remscheider Innenstadt. Von dort wurden die Waren und Rohstoffe mit der Eisenbahn transportiert.

Die Eisenbahn  ist heute Vergangenheit, ihre Trasse fand neue Verwendung: Sie wurde zum künstlerisch gestalteten Fuß- und Radweg. Die Produkte der Firmen sind zur Markierung und Gestaltung im Bodenbelag  eingesetzt.

(Gesamtlänge 5 Kilometer)

Adresse

Deutsches Werkzeugmuseum
Cleffstraße 2-6
42855 Remscheid
www.werkzeugmuseum.org

Telefon: +49 (0) 2191 / 16 25 19

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag:
9.00–13.00 Uhr, 14.00–17.00 Uhr

Samstag und Sonntag:
11.00–16.00 Uhr

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