Wuppertrail

Bahnfahren mal anders

Das Geräusch von rollenden Eisenrädern mischt sich mit aufgeregten Stimmen, die im Tal widerhallen. Mitten durch den Wald an der Wupper entlang, in einer Landschaft, durch die noch heute der bergische Räuberhauptmann Karl Biebighäuser schleichen könnte, rollen vergnügte Vierergruppen strampelnd über die Schienen. 

Knapp neun Kilometer lang führt eine alte Eisenbahnstrecke durch den Wald, oft direkt an der Wupper entlang. Eisenräder rollen dumpf polternd über die Schienen, aber kein Motorengeräusch ist zu hören. Das, was sich da rumpelnd nähert, wird wie ein Fahrrad von Muskelkraft getrieben und ist eine Draisine. 

Es erfordert schon ein wenig Kondition, das Fahrzeug in Schwung zu halten. Was früher als Fortbewegungsmittel für Streckenarbeiter und Schrankenwärter diente, ist wurde im Bergischen Städtedreieck zur Freizeitattraktion. Die fleißigen „Radler“ werden mit viel Natur und noch mehr Spaß belohnt. Getrost kann man die Blicke schweifen lassen. Mal schneller und mal langsamer geht es über sieben Brücken, allein viermal wird die Wupper überquert. An der Strecke liegt unter anderem die „Textilstadt Wülfing“ – der Besuch lohnt! 

„WupperSchiene“ heißt die alte Eisenbahnlinie heute, die jahrelang still gelegt war. Insgesamt rund 16 Kilometer lang führt sie von Wuppertal-Oberbarmen bis zur Staumauer der Wuppertalsperre. Ein Förderverein hat sich ihrer angenommen und sie vor dem Verfall gerettet.  Neben den Draisinentouren sollen zukünftig auch Sonderfahrten mit historischen Zügen angeboten werden. 

Kontakt

Wuppertrail e.V.
Bahnhof Dahlhausen
Alte Ladestrasse
42477 Radevormwald
+49 (0) 176 47546082
www.wuppertrail.de
info@wuppertrail.de

Siehe auch

Bandweberei Kafka 
Textilstadt Wülfing

Suche