Von Löwen, Tigern und exotischen Bäumen

Die Rundtour vom Zoologischen Garten über die Sambatrasse und durch den Wald zurück hat alle Chancen, zur Lieblings-Familientour zu werden. Sie bietet Radel-Spaß auf autofreier Trasse mit sanfter Steigung, zurück kann man sich auf verkehrsarmer Strecke ein gutes Stück rollen lassen und dabei die Aussicht genießen. Und sie hat ein Ziel, das nicht nur Kinder begeistert: Der Wuppertaler Zoo ist (mindestens) einen Besuch wert. 

Start und Ziel: Zoologischer Garten Wuppertal

Schwierigkeitleicht
Strecke11 Kilometer, Bahntrassen-Radweg, verkehrsarme Straßen
Anstiegca. 170 hm
Abstiegca. 170 hm
Startpunkt der Tour
51.24537°N 7.11204°E
Zielpunkt der Tour
51.24537°N 7.11204°E

Höhenprofil

Sehenswertes

Löwen von oben betrachten — das ist wohl einmalig: Die Sambatrasse führt durch den Zoo und überquert auf einer Brücke das Raubtiergehege – tolle Blicke auf sibirische Tiger und afrikanische Löwen sind garantiert. Dann schlängelt sich der Weg durch das ausgedehnte Waldgebiet Burgholz. Fast könnte man vergessen, dass es ein ehemaliger Schienenweg ist, der 1891 im Zuge der Industrialisierung gebaut wurde.

Konkurrenzfähig war die Werkzeugindustrie der Region nur mit einer guten Anbindung an das Eisenbahnnetz. Ein einziger Güterzug ersetzte 1000 Fuhrwerke. Dafür nahm man große Mühen in Kauf: Der Platz für die Trasse am steilen Hang musste durch zahlreiche Sprengungen erst geschaffen werden. Für die Menschen, die in den Industriestädten im Tal lebten, war das ein großes Glück: Sonntags fuhren sie nun zur nahen Erholung ins Burgholz. Der alte Bahnhof Burgholz, früher Startpunkt für Ausflüge in den Wald, lädt heute zur Rast an der Trasse ein.

Samba – dieser Name wurde in den 1950er Jahren geboren: Durch ihren langen Radstand schaukelten die damals modernen Schienenbusse wie im Sambarhythmus die Bahntrasse entlang.

Ein ganz besonderer Wald — Mammut- und Riesenlebensbäume findet man an anderen Orten im Bergischen Städtedreieck nicht – wohl aber im Staatsforst Burgholz, im sogenannten Arboretum (arbor lateinisch »Baum«). Auf einer Fläche von rund 250 Hektar stehen mitten im heimischen Buchenwald grüne Gäste aus aller Welt, über 130 Laub- und Nadelbäume aus fast allen Kontinenten. Schon 1900 begann man mit der Ansiedlung fremder Baumarten, um ihre Eignung für die heimische Waldwirtschaft zu untersuchen. Auf vier Themenwegen kann man sie entdecken. Weitere Informationen gibt es im Waldpädagogischen Zentrum Burgholz

Den wilden Tieren ganz nah — Vom Beobachtungsturm, vom Spähfelsen mittendrin oder aus der Besucherhöhle – es gibt viele Möglichkeiten, die Löwen im Wuppertaler Zoo zu beobachten. Das größte Löwengehege in einem deutschen Zoo ist der afrikanischen Steppe mit verwitterten Felsformationen nachempfunden. Und wer den Eisbären durch die große Unterwasserscheibe beim Schwimmen zuschaut, sieht, dass sie unter dem weißen Fell ganz schwarz sind. Tal der Tiger, Freigelände der Orang-Utans, Unterwasserwelt der Pinguine und tierische Kinderstuben finden nicht nur Kinder spannend. Rund 4500 Tiere aus knapp 500 Arten leben hier.

Der Zoologische Garten Wuppertal ist einer der ältesten und traditionsreichsten Deutschlands. Eröffnet wurde er 1881 von Wuppertaler Bürgern, Bankiers und Fabrikanten, damals mit 34 Tieren. Heute gehört er zu den landschaftlich schönsten Anlagen in Deutschland. Weite Wiesenflächen, große Teiche und alte Bäume bestimmen das Bild. 

 

 

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