Von Lennep ins Tal der Tuche

Diese Rundtour führt gleich zu mehreren Ausflugszielen. Der Rundweg führt von Remscheid- Lennep nach Dahlhausen (Radevormwald), vorbei an zwei Talsperren. Es geht über kleine Straßen mit schönen Ausblicken, ein Stück der Wupper entlang durch das "Tal der Tuche" und folgt im letzten Abschnitt der Balkantrasse. Gelegenheit zur Einkehr unmittelbar an der Strecke gibt es vor allem in Lennep. Die Tour ist geeignet für Familien mit fahrradsicheren älteren Kindern.  

Start und Ziel: Bahnhof Remscheid-Lennep

Schwierigkeitleicht bis mittelschwer
Strecke22 Kilometer, überwiegend befestigte Straßen, Bahntrassen-Radweg, gut befahrbarer Waldweg
Anstiegca. 300 hm
Abstiegca. 300 hm
Startpunkt der Tour
51.19077°N 7.25344°E
Zielpunkt der Tour
51.19077°N 7.25344°E

Höhenprofil

Sehenswertes

Der historische Stadtkern von Lennep ist bergisches Idyll pur, viele Häuser sind denkmalgeschützt. Schon früh ging es hier ums harte Geschäft: Lennep war eine lebendige Kaufmanns- und Fabrikantenstadt. Berühmt wurde sie vor allem durch die Tuchweberei. Unten im Tal wurde mit Wasserkraft produziert, die Kontore und Wohnhäuser der Fabrikanten blieben im Ort.

Heute nennt sich die ehemalige Tuchmacherstadt Röntgenstadt und erinnert damit an den berühmtesten Sohn der Stadt, Wilhelm Conrad Röntgen (1845–1923). Der geniale Physiker entdeckte 1895 die Strahlen, die heute als Röntgenstrahlen weltweit bekannt sind. Das Deutsche Röntgen-Museum am Rande der Altstadt lädt ein, auf den Spuren des Entdeckers zu wandeln.

Eine der größten Textilfabriken Deutschlands produzierte im tiefen Tal der Wupper: 1816 wurde die Tuchfabrik »Johann Wülfing&Sohn« gegründet, rund um die Fabrik entstand die kleine Stadt Dahlerau. Heute ist die »Textilstadt Wülfing« ein Industriedenkmal von europäischem Rang. Das Gesamtbild der ehemaligen Fabrik-Stadt blieb erhalten, ein Teil wurde zum ehrenamtlich betriebenen Wülfing Museum. Hier kann man an originalen Schauplätzen viel über die Tuchherstellung erfahren.

Radfahren mal anders — Wer Radfahren mal anders erleben möchte, sollte am Museumsbahnhof Dahlhausen auf die Fahrraddraisine von »Wuppertrail«  umsteigen. Knapp neun Kilometer lang führt eine alte Eisenbahnstrecke in engen Kurven an der Wupper entlang. Hier fährt die Fahrraddraisine,betrieben mit Muskelkraft. Was früher als Fortbewegungsmittel für Streckenarbeiter und Schrankenwärter diente, ist heute ein ungewöhnlicher Fahrspaß für die ganze Familie.

Dort, wo sich früher die Wupper durch das Tal schlängelte, entstand 1987 ein 227 Hektar großer See. Heute ist die Wupper-Talsperre ein Wassersport-Paradies – ein Zugang zur Badestelle liegt an einer anderen Strecke. Die Tour führt über den 320 Meter langen Staudamm im Örtchen Krebsöge, das fast vollständig verschwand.

 

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