Das (Wasser) Rad dreht sich weiter

Wer durch die Eingangstür des schlichten Fachwerkhauses tritt, das an der Einmündung des Weinsberger Baches in die Wupper steht, erlebt eine Überraschung: Hier dreht sich das vierhundert Jahre alte Wasserrad wie eh und je, hier surren die Transmissionsriemen.

Dass es den alten Kotten noch gibt, ist der Verdienst der drei Handwerker, die hier arbeiten, und des Fördervereins. Die einen warten die Technik, die anderen werben zusätzlich zum städtischen Zuschuss finanzielle Mittel für die Instandhaltung ein.

Gerne öffnen sie den Kotten für Besucher, von Mai bis Oktober mit festen Terminen, für Gruppen nach vorheriger Anmeldung. Und gerne arbeiten die Schleifer die stumpfen Messer der Besucher auf – auch beim Kottenfest, das dreimal im Jahr stattfindet. Der jüngste Wupperschleifer, Messermacher Ralf Jahn, fertigt hier übrigens nicht nur eine eigene traditionelle Messerserie, sondern bietet auch regelmäßig Schärfseminare an.

Informationen und Kontakt

Drei Schleifer und ein Förderverein kümmern sich darum, dass der Kotten erhalten bleibt und sich das Wasserrad dreht. 

Weitere Informationen
Wipperkotten

Adresse
Schleiferei Wipperkotten (Außenkotten)
Wipperkotten 2
42699 Solingen
www.schleiferei-wipperkotten.de

Telefon:
+49 (0) 212 / 2 47 39 58
+49 (0) 212 / 2 33 73 73


Öffnungszeiten

  • nach Voranmeldung montags bis freitags
  • April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, 14:00-16:00 Uhr
  • aktuelle Termine werden auf der Homepage veröffentlicht

Ehrenamt Gastgeber

Der Förderverein Wipperkotten gehört zum "Netzwerk Ehrenamt Gastgeber" mit insgesamt mehr als 25 Vereinen und Interessengemeinschaften. Gemeinsames Anliegen ist es, Gästen zu zeigen, was die Region zu bieten hat - vor allem lebendige Industriekultur und damit eng verbunden Bewegung in Stadt und Landschaft.

Die ehrenamtlichen Gastgeber laden ein und nehmen mit auf Streifzüge in Stadt und Natur oder Zeitreisen mit historischen Verkehrsmitteln, sie zeigen, wie im Bergischen seit Jahrhunderten mit der Kraft des Wassers gearbeitet wurde, sie kennen alte Handwerkstechniken, sie erzählen uralte Geschichten und führen zu besonderen Orten. Authentisch und unverwechselbar stellen sie vor, was ihnen eine „Herzensangelegenheit“ ist.

Geknüpft wurde das Netzwerk im Rahmen eines Projektes, das von der Bergischen Entwicklungsagentur GmbH getragen und mit Mitteln des Landes NRW und der EU gefördert wurde. 

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